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Erwachsene Hunde

Wer einen erwachsenen Hund übernimmt, hat je nach Informationen der Vorbesitzer ein «offenes Buch» oder eine «Wundertüte» an der Seite.

In meiner Praxis sind es oft Hunde aus dem Tierschutz, die ein neues Zuhause bei netten Menschen finden.
Solche Menschen haben ein grosses Herz und sie möchten helfen. Dabei haben sie meist Bilder mit flehenden Hundeaugen gesehen und wollen genau diesen einen Hund retten.

Viele Organisationen betreiben wahren Tierschutz, andere füllen mit dubiosen Vermittlungen ihre Kassen.
Woher der Hund stammt ist insofern von Wichtigkeit, da nicht jeder Hund aus Tierschutz/Shelter/Canile oder Tötung wie jeder andere Hund ist.
Oft entsteht die Idee, den einen, süssen Hund zu retten, um dann mit ihm schöne Spaziergänge machen zu können und ihm ein liebevolles Zuhause zu ermöglichen.

Es kann dann aber sein, dass der «gerettete» Hund nicht aus dem Haus möchte, oder nicht gerne Auto fährt, seinen Schlafplatz nicht akzeptiert, oder nicht alleine bleiben kann, dass er alles anbellt oder sonstige Verhaltensweisen zeigt, mit denen man nicht gerechnet hat.

Oft zeigen sich «unerwünschte» Verhaltensweisen erst 6 bis 12 Monate nach der Übernahme.

Um sich besser vorbereiten zu können, hilft eine vorherige Beratung.

Hunde, die von einem bekannten Zuhause übernommen werden, sind meist besser einzuschätzen, wenn der Vorbesitzer befragt werden konnte. Man weiss vielleicht, worüber der Hund sich freut und womit er eher Probleme hat. Man kennt die Rasse/Mischung und die individuellen Talente.

Das wiederum bedeutet aber nicht automatisch, dass die Persönlichkeit des Hundes zu jedem beliebigen Menschen passt, nur weil man mehr über die Individualität weiss.

Um das Vertrauen eines erwachsenen Hundes zu gewinnen, um dann möglichst entspannt zusammen zu leben, bedarf es vieler kleiner Mosaiksteinchen, die dann die Farben der Harmonie ergeben.
Allein der gute Wille, ein warmes Plätzchen, gutes Futter und die Leine machen noch keine Bindung aus.

Bei jeder Übernahme eines Hundes muss man daran denken, dass der Hund selber auch ein Mitspracherecht bekommt. Das bedeutet, dass man dem betreffenden Hund zuhören soll und ihm richtig antworten muss.

Im Kurs «Erwachsene Hunde» begleite ich Sie durch die anspruchsvolle erste Zeit der Eingewöhnung. Wir machen Pläne, wie für Sie beide der Alltag aussehen soll, um möglichst bald herzlich zusammen zu finden.

Dieser Kurs wird in Einzellektionen an das jeweilige Team angepasst.

Kursinhalt: Bindungs- und Beziehungsarbeit

  • Achtsamkeit und Respekt
  • Ausdrucksverhalten und Körpersprache verstehen
  • Emotionen erkennen
  • Körperlichkeit/Berührungsempfindlichkeit beachten
  • Bedürfnisse des Hundes kennen und verstehen
  • Schutz geben
  • Stress und seine Folgen
  • Ankommen lassen
  • Heidi-Syndrom
  • Angst und Aggression erkennen
  • Biss-Prävention
  • Sprachbarrieren beachten
  • Vertrauen aufbauen
  • Worte und deren Bedeutung
  • Leinenhandling
  • der Umwelt richtig begegnen
  • ist das «Jagdverhalten» wirklich Jagdverhalten
  • Management anpassen lernen
  • Überforderung erkennen
  • Lächeln ist das Ziel

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